Ein Rückblick auf den ersten Enthusiasmus zur Kernkraft und die wachsenden Widerstände gegen die Atomkraftwerke 30 Jahre nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl am 26.4.1986. Erfüllt von Fortschrittsglauben zeigt Klaus Alde in Reportage aus Rossendorf zur Musik von Paul Dessau Beobachtungen auf der Baustelle des ersten Kernreaktors der DDR in Dresden-Rossendorf. Haro Senfts Film Kahl, der 1962 für den Academy Award als bester kurzer Dokumentarfilm nominiert war, dokumentiert den Bau des ersten Atomkraftwerkes der BRD in Großwelzheim. Anfang der 1970er Jahre formiert sich in Westdeutschland die Anti-Atombewegung, wenig später entstehen immer mehr Filme, die sich ebenfalls kritisch mit Atomkraft und Kernenergie auseinandersetzen – zunächst Arbeiten wie der im Rahmen einer Bürgerinitiative entstandene Film von Fritz Poppenberg Grohnde, 19. März 1977, in den 1980er Jahren dann komplexere Arbeiten wie Atommacho.
Einführung: Fabian Tietke (CineGraph Babelsberg e.V.)
Am Freitag, den 15. April 2016 um 18.30 Uhr im Zeughauskino